4.1
★★★★
von 5
Unser Urteil
Kaufen — wenn du im DACH-Markt automatisiert verkaufen willst

KlickTipp ist kein hübsches Newsletter-Spielzeug, sondern ein Verkaufs-Maschinenraum: Das Tagging-System ist dem Listen-Denken anderer Tools strukturell überlegen, die Automationen sind mächtig, und das Thema DSGVO ist hier Heimspiel statt Übersetzungsproblem. Dafür verzeiht man dem Tool, dass die Oberfläche nicht den Beauty-Award gewinnt. Wer einfach nur ab und zu einen Newsletter schicken will, findet Günstigeres — wer Funnels baut, findet hierzulande kaum Besseres.

Was ist KlickTipp?

KlickTipp ist eine deutsche Plattform für E-Mail-Marketing und Marketing-Automation. Der entscheidende Unterschied zu klassischen Newsletter-Tools: KlickTipp arbeitet nicht mit starren Listen, sondern mit Tags. Jeder Kontakt ist genau einmal in der Datenbank und trägt Markierungen — „hat Webinar besucht", „hat Produkt X gekauft", „interessiert sich für Y".

Warum das wichtig ist: Mit Tags kannst du chirurgisch genau segmentieren („alle, die A geklickt aber B nicht gekauft haben") statt Kontakte mehrfach in Listen zu halten und doppelt anzuschreiben — und doppelt zu bezahlen. Darauf setzen die Automationen auf: mehrstufige Kampagnen, die auf Verhalten reagieren, von der Willkommensserie bis zum kompletten Launch-Funnel. Dazu kommen SMS-Versand und Anbindungen an gängige Funnel-, Webinar- und Zahlungsanbieter (u.a. Digistore24).

Für wen ist KlickTipp? Coaches, Kursanbieter, Dienstleister und Online-Unternehmer im deutschsprachigen Raum, die mit E-Mail-Funnels verkaufen — und Wert auf DSGVO-Sauberkeit und deutschen Support legen.

Was uns im Einsatz aufgefallen ist

  • Das Tagging-System — Nach zwei Tagen Umgewöhnung will man nie wieder Listen. Segmente wie „Webinar besucht, aber nicht gekauft" sind in Sekunden gebaut — exakt die Zielgruppen, mit denen Follow-up-Kampagnen Geld verdienen.
  • Automationen (Kampagnen-Builder) — Visueller Editor mit Verzweigungen nach Verhalten (Öffnung, Klick, Kauf, Tag). Komplexe Launch-Sequenzen sind machbar, ohne dass man programmieren muss. Die Logik ist mächtiger als bei den meisten deutschen Wettbewerbern.
  • DSGVO & Zustellbarkeit — Double-Opt-in sauber gelöst, Auftragsverarbeitung vorhanden, deutsche Doku. Die Zustellraten waren in unserem Eindruck solide — am Ende hängt das aber immer auch an Absender-Domain und Listenhygiene.
  • Die Oberfläche — Funktional, aber stellenweise altbacken; der E-Mail-Editor ist eher Text-fokussiert als Design-verliebt. Für Conversion-Mails (kurz, persönlich) ist das egal — wer Hochglanz-Newsletter mit viel Layout will, wird woanders glücklicher.

Pros & Cons im Überblick

✓ Das funktioniert
  • Tagging statt Listen — strukturell besseres Datenmodell
  • Mächtige verhaltensbasierte Automationen
  • DSGVO-Konformität als Kernkompetenz, deutsche Doku
  • Kontakte werden nur 1× gezählt (faire Abrechnung)
  • Digistore24-, Webinar- & Funnel-Integrationen
  • Deutscher Support & große deutschsprachige Community
  • SMS-Marketing integriert
✗ Das nervt
  • Oberfläche und E-Mail-Editor wirken stellenweise altbacken
  • Kein dauerhaft kostenloser Plan
  • Einstieg teurer als Basis-Newsletter-Tools
  • Lernkurve beim Umdenken auf Tag-Logik

Preise 2026 — was KlickTipp kostet

KlickTipp staffelt nach Funktionsumfang und Kontaktzahl. Grobe Orientierung (Stand Juni 2026 — die genauen Preise und Aktionen stehen beim Anbieter):

Standard
~30 €/Monat
Einstieg, bis 10.000 Kontakte
E-Mail-Marketing + Tagging
Basis-Automationen
Premium ⭐
~60–70 €/Monat
für wachsende Funnels
Voller Kampagnen-Builder
Mehr Automationsstufen
Splittests
Deluxe / Enterprise
ab ~150 €/Monat
für Profis & große Listen
Höchste Limits & Features
Für etablierte Launch-Businesses
Unser Tipp: KlickTipp lohnt sich ab dem Moment, in dem du automatisiert verkaufen willst — vorher tut es ein günstigeres Newsletter-Tool. Wer den Schritt geht, sollte direkt mit sauberer Tag-Struktur starten (Interessen, Käufe, Verhalten getrennt) — das zahlt sich jahrelang aus.

KlickTipp vs. Konkurrenz

  • ActiveCampaign — International der Maßstab für Automation, moderner im UI. Aber: englischlastig, DSGVO erfordert mehr Eigenarbeit. Im DACH-Funnel-Kontext ist KlickTipp oft die pragmatischere Wahl.
  • Brevo (ex Sendinblue) — Günstiger Allrounder mit gutem Free-Plan. Für einfache Newsletter top, bei tiefen Verhaltens-Automationen nicht auf KlickTipp-Niveau.
  • Mailchimp — Schickes Design, aber listenbasiert (Mehrfachzählung von Kontakten!), US-Datenverarbeitung und im Ausbau teuer. Für deutsche Funnel-Anbieter selten die beste Wahl.
  • GetResponse — Solides Gesamtpaket mit Webinaren, aber weniger DACH-Fokus.

Fazit: Im deutschsprachigen Raum, mit Fokus auf Verkaufs-Automation und DSGVO, spielt KlickTipp ganz vorne mit. International orientierte Teams vergleichen mit ActiveCampaign.

Für wen lohnt sich KlickTipp?

Klares Ja wenn du:

  • Im DACH-Markt mit E-Mail-Funnels verkaufst (Kurse, Coaching, digitale Produkte)
  • Verhaltensbasierte Automationen willst statt „Newsletter an alle"
  • DSGVO-Sauberkeit und deutschen Support priorisierst
  • Digistore24 & Co. anbinden willst

Warte besser wenn du:

  • Nur gelegentlich einen einfachen Newsletter verschickst — dann reicht ein Gratis-Tool
  • Hochdesignte Bild-Newsletter im Vordergrund stehen

Bau den Funnel, der nachts verkauft.

Schau dir KlickTipp im Detail an — Demos und aktuelle Konditionen gibt's direkt beim Anbieter.

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